Taekwondo: Im Gespräch mit Ismet Colak – LA Open 2019 / offene Landesmeisterschaft der TUNRW

Die Landesmeisterschaft der TUNRW gehört direkt nach der Deutschen Meisterschaft, zu den ambitionierten Meisterschaften in Deutschland. Gute Unterhaltung und ein großartiger Sport erfreute nicht nur den 2. Bürgermeister der Stadt, sondern auch die zahlreichen Zuschauer in Velbert. Ein Kompliment an die Veranstalter. Sie zeigten nicht nur Mut für Neues, sondern waren hervorragende Gastgeber! Man darf jetzt schon gespannt sein, welche Schlüsse die Verantwortlichen selbst aus dem Turnier ziehen, und nächstes Jahr die Teams und Zuschauer aufs Neue überraschen. 

„Offene“ Landesmeisterschaft der TUNRW. Damit öffnet man auch fremden Teams die Türen. Wie sieht die Planung für die Zukunft aus, wird es irgendwann mal eine „Meisterschaft“ nur für Teams aus NRW geben?
Ismet Colak: Das kann ich heute noch nicht beantworten. Was ich aber schon sagen kann, ist: Wir sind nicht nur stolz auf die Teilnehmerzahl, sondern auch auf die Teilnehmer der Meisterschaft. Hier sind sehr hochkarätige Teilnehmer an den Start gegangen. Etliche deutsche Meister, international kämpfende und erfolgreiche Athleten und Athletinnen. Gerne nenne ich hier unsere amtierende Europameisterin Laura Göbel.
Was mich besonders freut, ist die Tatsache, dass Vereine egal welchem Verband Sie angehören, hier Ihre Sportler an den Start geschickt haben. Natürlich möchte ich die Trainer nicht unerwähnt lassen. Erfolgstrainer, die in der Taekwondo-Szene nicht wegzudenken sind. Trainer wie Dimi Lautenschläger, Levent Tuncat, Cafer Naroglu, Carlos Esteves, Björn Pistel, Martin Schoeppe, Aziz Acharki und natürlich die Cheftrainerin der Langenberger Sportgemeinschaft Melanie Colak. Alle sind Garanten für den Erfolg unseres Taekwondo. Diese Personen haben unter anderem dafür gesorgt, dass unser Turnier zu dem geworden ist, was wir heute LA Open nennen. Mein Dank gilt an jeden Einzelnen, der zu diesem Erfolg beigetragen hat.

Seid ihr enttäuscht über die Teilnehmerzahl? Eine Landesmeisterschaft in NRW verträgt mindestens das doppelte. Woran könnte es liegen?
IC: Wir sind ein junger Landesverband und mit einer Teilnehmerzahl von knapp 300 Teilnehmern ist sicher nicht das obere Ende der Teilnehmerzahl erreicht. Wir gehen davon aus, dass die Teilnehmerzahl sich in den nächsten Jahren deutlich nach oben steigern wird. Unser nächstes Ziel ist es, die 300er Marke im nächsten Jahr zu übertreffen.

Wie zufrieden seid ihr mit eurem Turnier? Bekommt man überhaupt selbst etwas mit? Welche Änderungen habt ihr evtl. schon für nächstes Jahr geplant?
IC: Wie viele Leser der Taekwondo Aktuell wissen, gehört zu einem solchen Turnier eine sehr lange und professionelle Vorbereitung. Wir fangen damit schon ein Jahr im Vorfeld an. Hier gilt es viele Punkte zu beachten, die an dem Turniertag von den Zuschauern und Teilnehmern für selbstverständlich oder auch als etwas Besonderes wahrgenommen werden.
Es fängt damit an, dass wir für die Sieger besondere Pokale – für Herren blau und für die Damen pink – ausgesucht haben. Bei diesem Turnier bekommt der Erstplatzierte zum Pokal noch eine Goldmedaille. Das ist eine Differenzierung zu vielen Turnieren, wo es leider nur noch Medaillen gibt. Wir wurden sehr oft darauf angesprochen, dass wir eine sehr gute Verpflegung für den Tag organisiert haben. Einen besonderen Dank möchte ich hier an das Team vom Catering weitergeben – dieses wird vollständig von den Angehörigen der Vereinsmitglieder organisiert. Es ist schon ein sehr gutes Gefühl, zu wissen, dass wir ein wirklich tolles Team haben. Natürlich haben wir schon ein Resümee aus dem Turnier gezogen und uns Gedanken zu Optimierungen gemacht. Dabei haben wir auch wirklich gute neue Ansätze gefunden. Welche das genau sind, werde ich an dieser Stelle noch nicht verraten. Lasst Euch überraschen.

Gibt es schon den Termin für 2020? Worauf dürfen sich alle Teams nächstes Jahr freuen, warum sollten sich die Teams den Termin auf jeden Fall schon reservieren?
IC: Gut, dass Sie die Frage stellen. Alle die ein besonderes Turnier, mit dem gewissen Etwas im Jahr 2020 erleben wollen, sollten sich den 26. September in Ihrem Kalender vormerken.
Als ein Highlight ist natürlich wieder der Teamfight zu erwähnen. Oft werden wir gefragt, warum wir dieses Event in das Turnier integriert haben. Dazu sollte man wissen: Zwischen der Waage und dem Wettkampfbeginn gilt es immer eine gewisse Zeit zu überbrücken. Wir wollten den Zuschauern damit die Wartezeit versüßen. Dass sich der Teamfight zu einem Publikumsliebling etabliert, war uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst, freut uns aber sehr!

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